Donnerstag, 6. April 2017

Frank M. Reifenberg - House of Ghosts

4 von 5 ­čîč sehr s├╝sses Jugendbuch mit toller Optik

Eine Villa zu erben, ist nicht ├╝bel. Wenn sich dann aber herausstellt, dass die Bruchbude aussieht, als w├╝rde sie jeden Moment einst├╝rzen, ist so eine Erbschaft vielleicht doch kein Gl├╝cksfall. Melli w├Ąre lieber in New York geblieben, statt in dieses deutsche Kaff zu ziehen. Aber weil Familie Bower notorisch pleite ist, greifen ihre Eltern die Gelegenheit beim Schopf und ziehen in die alte Villa ein. Melli merkt schon in der ersten Nacht, dass hier irgendwas nicht stimmt. Immer wieder ist ihr schaurig kalt und es kracht und knirscht im Geb├Ąlk. Manchmal h├Ârt sie sogar ein leises Seufzen. Zusammen mit dem Nachbarsjungen Hotte kommt Melli dem gut geh├╝teten Geheimnis ihrer Urgro├čschwiegercousine Emilie auf die Spur und ist pl├Âtzlich mittendrin in einem richtigen Geisterabenteuer!

Das Cover ist sehr sch├Ân gestaltet. Es sieht, besonders auch durch die zerlaufene Schrift, sch├Ân gruselig aus. Das abgebildete Motiv spiegelt eine Szene aus der Geschichte wieder und passt daher auch sehr gut als Umschlagsgestaltung.
Die Kapitel werden durch eine kleine Zeichnung eingeleitet. Die sind sch├Ân gemacht. Und werten das Buch merklich auf, denn bekanntlich liest das Auge mit, bei mir jedenfalls. Nur h├Ąufen sich da die Wiederholungen. DerSchreibstil ist fl├╝ssig, in meinen Augen wird aber viel im Erkl├Ąrmodus geschrieben was gerade f├╝r junge Leute, die Spannung herausnimmt.

Die 12j├Ąhirge Melli ( ich heisse Melanie kurz Mellie, und sp├Ątestens da war es um mich geschehen ­čśÇ­čśÇ, nur habe ich noch nie etwas geerbt ­čĄö­čĄö) zieht mit ihrer Familie aus dem aufregenden New York in ein beschauliches deutsches Dorf. Die Familie ist pleite und so kommt die Erbschaft der (Urgro├čschwiegercousine - was auch immer das ist), sagen wir mal eine entfernte Verwandte namens Emilie genau richtig. Bl├Âd nur, dass sich das Erbe als eine windschiefe Bruchbude von Villa herausstellt, die jeden Moment einst├╝rzen k├Ânnte. Der Notar, sowie seine Schwester die B├╝rgermeisterin, m├Âchten "nat├╝rlich" nur helfen, indem sie der Familie raten, dass Haus an ihren Bruder, der zuf├Ąlligerweise ( Nachtigall ich h├Âr dich trapsen) Bauunternehmer ist, g├╝nstig verkaufen.

Als w├Ąre das alles nicht schon genug, taucht ein Junge auf, dessen Leidenschaft ausgerechnet die Geisterjagd ist. Melli h├Ąlt Hotte (die Namensgebung ist so niedlich musste so Lachen, bei der Vorstellung der Junge wird laut gerufen ­čśé­čśé­čśé) anfangs f├╝r ├╝bergeschnappt, doch dann sieht sie selbst etwas, dass sie sich nicht erkl├Ąren kann, und der Grusel kann beginnen. Die Freundschaft der beiden wird auch immer inniger, was ich toll finde denn man muss sich vorstellen mit 12 Jahren das Land, die Gro├čstadt, die Freunde und die Schule zu verlassen um dann nach Deutschland in ein Kaff zu ziehen. Das Buch passt durchaus in die vorgegebene AltersVorgabe von 10-12, wobei auch je nachdem wie weit die Kinder intellektuell sind auch j├╝ngere wahrscheinlich angetan sind. Ich m├Âchte auch gar nicht so viel verraten.

Von mir eine klare Leseempfehlung!

Zu kaufen gibt es dies hier :
https://www.amazon.de/gp/aw/d/3845817127/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&qid=1491474025&sr=8-1&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=house+of+ghosts&dpPl=1&dpID=51NGHAwMBNL&ref=plSrch

Ich m├Âchte mich herzlich beim ars Edition Verlag und bei NetGalley Deutschland f├╝r die zur Verf├╝gung Stellung des Ebooks bedanken.