Dienstag, 25. Juli 2017

Frank Rehfeld - Der Weg des Inquisitors

4 von 5 🌟 tolles Fantasy Werk an manchen Stellen zu lang

Was böse ist, ist eine Frage der Erziehung ... 

Der junge Waise Torin verfĂŒgt ĂŒber alles, was er als Inquisitor der Kirche der Göttlichen Familie benötigt: einen festen Glauben, mĂ€chtige Förderer und die unumstĂ¶ĂŸliche Gewissheit, dass die Kirche immer im Recht ist. Er weiß auch, wie wichtig seine Arbeit ist, denn das Böse, das in der großen WĂŒste lauert, verdirbt immer mehr Menschen. Die Inquisition ist das einzige Bollwerk der Menschen gegen diese namenlosen Schrecken. Doch dann erkennt Torin, dass nicht alle Verurteilten wirklich Hexen sind, sondern oft unschuldig – aber auch, dass das wahre Böse viel mĂ€chtiger ist, als irgendjemand bislang ahnt. 

Torin ist der Hauptprotagonist, er ist ein Waisenkind, welches in einer kirchlichen Einrichtung landete.

Weit und breit abgeschieden in der WĂŒste lernt er nur die Priester und den Glauben an Gott kennen, welcher ihn prĂ€gt.
Eigentlich ist somit der Weg den er als junger Mann einschlĂ€gt nur logisch;  er will Inquisitor werden.
Ich habe immer im Kopf Inquisitor = Hexenverfolgung, was eine Berufswahl!  
Es ist erstmal eigentlich nur der Wunsch durch die kirchliche Erziehung,  aber so einfach wie er denkt ist es leider nicht, denn es kostet jede Menge Gold so eine Ausbildung. Was ein einfacher Waisenjunge nun mal nicht hat. Klar die Kirche könnte fĂŒr die Kosten einspringen. Dies passiert allerdings eher selten.

Aber Torin will nicht aufgeben, und als der Grossinquisitor Balosta in 'seinem'  Kloster eine Hexe vornehmen soll sieht Torin seine Chance gekommen. Er will mitgenommen werden von Balosta um dann den Großmeistern der Inquisition vorgestellt zu werden.

Durch seine Herkunft und dem Werdegang wird er zwar an der Akademie aufgenommen muss er aber mit Anfeindungen rechnen, schließlich hat er keine Eltern mit Geld, aber da ist er nicht der Einzige den die Ablehnung mit voller HĂ€rte trifft; denn seit neuesten dĂŒrfen diesen Beruf auch Frauen erlernen. Was fĂŒr die anderen ein Affront ist. So sind sie beide Ausgestossene und kĂ€mpfen um Anerkennung und natĂŒrlich dem Abschluss. 

Es ist eine gut durchdachte Fantasie-Geschichte,  was man auch an der ausgefeilten Karte auf der Innenseite des Buchdeckels sieht, was ich richtig toll finde und auch die Arbeit dahinter sehe. Die Überschrift ist leicht erhoben und die Szenerie auf dem Cover passt zwar zur Story, aber leider kann ich die Figur darauf nicht zuordnen, denn laut der Personenbeschreibung von Torin und Balosta passt keiner der beiden.

Die Kapitel haben genau die richtige LĂ€nge um die Figuren, die Zeit und die Religion darzustellen ohne jedoch allzu religiös zu wirken. Der Schreibstil ist fließend und unterstĂŒtzt die Story.

Torin  kam mir sehr engstirnig und egoistisch vor,  es passte zwar machte ihn aber nicht wirklich sympathisch. 

Der Autor besteht zwar darauf, das alles erfunden ist, auch die Religion,  aber die Anlehnung an unser Mittelalter und den  'christlichen Glauben' ist eindeutig ersichtlich. 

Auch gut detailliert sind die Foltermethoden ausgearbeitet, also nicht immer was fĂŒr Zartbeseitete. Nach der Überlieferung ist das ja auch in unserer frĂŒhen Geschichte des Mittelalters passiert.  Das ganze ist nicht nur Gut und Böse sondern Dazwischen. 
Es kommt wenig Action vor,  es ist ein durch und durch guter Fantasy Stoff mit ein bissel Geschichte. 

Echte Leseempfehlung!

Zu kaufen gibt es das Buch hier:
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Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:
http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

Ich möchte mich bei @Randomhouse fĂŒr die VerfĂŒgung Stellung des Rezensionsexemplars zu danken.