Dienstag, 18. Juli 2017

Laura McVeigh - Als die Träume in den Himmel stiegen

3,5 von 5 ich liebe Emotionen in einem Buch, aber das war für mich zu viel davon. Das Ende ist leider nicht meins, aber Geschmackssache. Uns treffen nur die Bilder zieht sich durchs ganze Buch.

Könnte Spoiler enthalten, lesen auf eigene Gefahr!

Der große Roman über die Flucht eines Mädchens aus Afghanistan »Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.« Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen. Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen? »Manche Dinge können wir nicht, werden wir nicht vergessen. Sie reisen mit uns – bis zum Schluss.« »Eine Geschichte, die an Hosseinis Drachenläufer erinnert. Sehr berührend!« IMAGE »Ein brillanter Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.« The Times

Samar muss mit ihrer ganzen Familie aus ihrer Heimat Kabul flüchten. Unterwegs gebiert ihre Mutter in eiseskälte ein weiteres geschwisterchen während ihr Auto überfallen wird. In dem Dorf, in dem sie Unterschlupf suchen wird kurz darauf von den Taliban überfallen. So geht die Flucht weiter.
Samar muss mit ihrer ganzen Familie aus ihrer Heimat Kabul flüchten. Unterwegs gebiert ihre Mutter in eiseskälte ein weiteres geschwisterchen während ihr Auto überfallen wird. In dem Dorf, in dem sie Unterschlupf suchen wird kurz darauf von den Taliban überfallen. So geht die Flucht weiter.
Der 2. Abschnitt ist ein erneuter Rückblick in die Vergangenheit in der alle glücklich im besagten gelben Haus wohnten. Als dann Unglück in Form von Taliban über sie hereinbrechen. Das sind auch einige heftige aufwühlende Szenen dabei, die einen schaudern lassen. Beeindruckend ist aber trotz der Gefahr der Zusammenhalt in der Familie von Samar. Auch die Zuflucht in einem neuen Heim fällt vor allem Samar einfach, da er noch unschuldig und kindlich naiv ist. Erschüttert wird das ganze nur durch den Tod des großen Arsalan der besonders für Madar einschüchternd ist. Für die anderen FamilienMitglieder iSt die neue Umgebung aber trotzdem mit einer tiefsitzenden Angst verbunden. Über ihnen schwebt ein vermeintliches Damoklesschwert

Ich persönlich konnte mir bisher so ein Leben nicht vorstellen, wie heisst die Werbung? : uns treffen nur die Bilder. Ist sehr bewegend geschrieben. Uns alleine den Luxus von Besitz lernt man jetzt erst richtig schätzen
Ich musste ja schon zum Ende des 2. Teils mehrfach schlucken. Allerdings habe ich ja schon geahnt das die arme Samar alleine ist, und die ganze Familie tot. Aber diese Leidenschaft mit der die Zufahrt erzählt wurde, hatte ich bis zum Schluss Hoffnung, man kann es einfach nicht nachvollziehen wie es ist ALLEINE auf der Flucht zu sein, zu sehen wie ein Begleiter nach dem Anderen verschwindet und man nur noch das Echo seines Selbst hört. Aber es wird auch die Geschichte von Napoléon erzählt. Und wie sie sich beide an einander klammern, wie an einer Boje.

So, erste Packung Taschentücher verbraucht, musste erst einmal Nachschub holen. Für mich ist so ein Flüchtlingslager unbegreiflich, das Ausmaß des Elends ist einfach erschreckend und wieder mal hallt der Satz in mir nach: und uns treffen nur die Bilder! Ich kann nur erahnen wie man sich als Mädchen alleine dort fühlt nur Leid und Schreie von Verletzten. Ich bin ehrlich, ich an Samars Stelle hätte aufgegeben. Ich bewundere ihre Kraft und ihre Stärke. Obwohl ich momentan nicht weiss wie es mit dem Mädchen weitergeht.
Bei der langen Reise von Samar von und nach Kabul gab es viele Menschen die ihr geholfen und begleitet haben. Aber ehrlich gesagt, hat sich mir nur der nette und hilfsbereite Mati in meine Gedanken eingebrannt. ER war eine gute Stütze, und auch ihr Typ, wenn sie sich darauf in ihrer Flucht hätte einlassen können bzw. Bzw. wollen. Mutig von Samar war auf der Suche nach ihrem Bruder zurück zum gelben Haus zu gehen, mehr hätte sie auch gar nicht tun können. Einfach extrem tapfer. Jetzt hoffe, ich für Samar noCh auf ein Happyend und sie findet ihn noch.
Ich bin bei solch emotionalen Geschichten immer etwas über bleibt, ein offenes Ende ist bei so einer Story immer wie Geldmangel und führt vom doch wichtigem Thema in der heutigen Zeit weg. Fand das Buch an sich toll, aber das Ende macht in meinen Augen alles zunichte. Deswegen "nur" 3,5 Punkte. Ich werde das Buch empfehlen für Leute denen das Ende nicht zu wichtig ist. Es ist schade, daß Samar weder Bruder noch Tante findet.

Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, trieft aber schon vor Emotionen.
Wer mal direkt mit ein bissel Flüchtlingen zu tun haben will. Ist es empfehlenswert zu lesen
Zu kaufen gibt es das Buch hier:
https://www.amazon.de/gp/aw/d/3596299705/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&qid=1500370201&sr=8-1&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=als+die+tr%C3%A4ume+in+den+himmel+stiegen&dpPl=1&dpID=41Ho9mWotfL&ref=plSrch

Ich möchte mich bei LOVELYBOOKS - Bücher, Lesen, Rezensionen für diese Leserunde danken.

Und gerne schaut auf unserem Blog, da steht es auch noch einmal:
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